Agile und Lean – wie du dein Mindset ändern kannst

15. Juni 2020 Privat, Selbstständigkeit
Agil und Lean dein persönliches Mindset

Die Begriffe Agile und Lean hast du sicher schon gehört. Häufig hört man im Management-Bereich und in der Unternehmensführung davon. Doch was sie genau bedeuten und wie du dir ein Mindest darauf aufbauen kannst, möchte ich dir nun erzählen. Denn auch als Selbstständige*r kannst du dir die Techniken zunutze machen.

Definition Agile

Agilität ist die Fähigkeit der Informationsfunktion eines Unternehmens, Vorbereitungen zu treffen, um auf wechselnde Kapazitätsansprüche sowie veränderte funktionale Anforderungen sehr schnell, möglichst in Echtzeit, zu reagieren sowie die Möglichkeiten der Informationstechnologie derart nutzen zu können, dass der fachliche Spielraum des Unternehmens erweitert oder sogar neugestaltet werden kann. (Lindner und Leyh 2018 und Termer 2016)

Quelle: https://agile-unternehmen.de/was-ist-agil-definition/

Definition Lean

Lean Management wird ein Managementansatz verstanden, der sich insbesondere durch die Grundprinzipien der Dezentralisierung und der Simultanisierung auszeichnet und dabei sowohl unternehmensintern als auch unternehmensübergreifend das Ziel verfolgt, eine stärkere Kundenorientierung bei konsequenter Kostensenkung für die gesamte Unternehmensführung herbeizuführen.

Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/lean-management-37747

Alles schön und gut – doch was bedeutet das für mein Business?

Wie ich anfangs erwähnt habe, möchte ich dir zeigen, wie du dein Mindset auf Agile und Lean-Techniken aufsetzen kannst.

Agil und Lean dein persönliches Mindset

Agile: dein persönliches Mindset

Ich selbst habe meine Website erst vor kurzem gelauncht, und beobachte auch bei anderen Selbstständigen immer wieder, wie mühsam so ein Prozess ablaufen kann. Doch warum warten, wenn du mit deinem MVP direkt an den Start gehen kannst.

MVP steht für Minimum Viable Product, was so viel bedeutet wie „ein Produkt mit den minimalen Anforderungen und Eigenschaften“. Zumeist wird das MVP im Zusammenhang mit dem Lean-Management-Gedanken genannt.

Der Grundgedanke bei der Erstellung eines MVP ist es, ein Produkt möglichst schnell und nur mit den nötigsten Funktionen zu erstellen – z.B. eine Landingpage. Diese wird dann schnellstmöglich veröffentlicht und zunächst Feedback von (potenziellen) Kunden eingeholt. Mithilfe des Feedbacks kann das MVP erweitert und verbessert werden.

Nur die Funktionen, die unbedingt nötig sind, um den eigentlichen Zweck des Produktes zu ermöglichen, werden eingebaut. Weitere Funktionen werden dann schrittweise nachgezogen, sofern der Bedarf besteht. Dadurch wird sowohl Zeit als auch Geld gespart.

MVP und dein Angebot

Auch als Selbstständige*r kannst du dir das MVP zunutze machen. Du gehst also mit einer minimalst möglichen Version deines Angebots an den Start. Und dann lernst du einfach vom Feedback deiner Kunden und passt dein Angebot schrittweise an. Stück für Stück. Denn mal ganz ehrlich: Wird es denn jemals „perfekt“ genug sein? Wir leben in einer Welt, die von Wandel bestimmt ist. Tag für Tag ändern sich Prozesse und Strukturen. Tag für Tag verändern auch wir selbst uns immer weiter. Gerade in den ersten beiden Jahren deiner Selbstständigkeit wirst du nicht nur Fehler machen, sondern auch viele Learnings ziehen. Feedback und Kritik sind wichtige Begleiter und für jeden Anfänger unglaublich wertvoll. Deshalb: Hör auf dir einen Kopf zu machen, dein Angebot und deine Leistungen 100 mal zu überdenken, und starte einfach.

Hier ein Beispiel:

Du entwirfst deine Homepage und bastelst an deinen Unterseiten. Das Go-Live ist erst geplant, wenn alle deine Seiten perfekt sind. So vergehen Wochen und Monate und deine Prioritäten verändern sich. Das Go-Live wandert immer weiter nach hinten, die ersten Aufträge hast du bereits über Social Media angenommen, doch deine Website, die wartet immer noch.

Warum machst du es nicht so:

Beschränk dich auf die wichtigsten Inhalte, die du kommunizieren möchtest. Eine Startseite, eine Übersicht mit deinen Angeboten, ein paar Infos über dich und natürlich deine Seiten zur rechtlichen Absicherung.

Du stellst deine Website live und verfolgst dein Ranking in den Suchmaschinen. Gleichzeitig wertest du Nutzerinteraktionen per Google Analytics aus und optimierst so Stück für Stück deine Website.

Dein Vorteil: Du wirst online gefunden, hast endlich die nötige Motivation, um weiter an deiner digitalen Präsenz zu arbeiten und du hast einen Kanal, auf den du all deinen Traffic leiten kannst. Du kannst dir ein Google Ranking aufbauen, von den Echtdaten lernen und weitere Aufträge an Land ziehen.

Better done than perfect.

Mein wichtigstes Learning – und was ich dir mit auf den Weg geben will ist – es muss nicht immer alles sofort perfekt sein. Der wichtigste Schritt ist der erste – und den machst du lieber zu früh als nie. 

Was ist dein wichtigstes Learning? Arbeitest du gerne lean und agil oder zerdenkst du jeden Schritt? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

 

Quellen:

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